Die Umsetzung des „Dobler Weges“ im Vernetzten Unterricht

Der Begriff der Vernetzung ist ein modernes Schlagwort, das in vielfältiger Art und Weise das Leben der industrialisierten Menschen prägt. Man baut sich ein soziales Geflecht aus Beziehungen auf, das einem hilft, Krisensituationen zu bewältigen, man knüpft berufliche Kontakte um in der Karriereleiter nach oben zu steigen, man ist per Mausklick im weltweiten Datennetz und hat so Zugriff auf eine millionenfache Datenflut. Und auch in der Natur erkennt man Vernetzungsstrukturen und Abhängigkeitsverhältnisse in Form von Nahrungsnetzen und Nischenstrukturen. Was lag daher näher, als diesen Vernetzungsgedanken auch in das Dobler Bildungssystem zu integrieren, das in der Erprobung neuer Unterrichtsmethoden erfahren und geschult ist.

 

In der Planungsphase, die sich über mehrere Jahre erstreckte, wurden Bildungseinrichtungen mit ähnlichen Zielsetzungen kontaktiert und hospitiert. Der Dobler Planungsgruppe wurde dabei sehr schnell bewusst, dass für ihre Schule ein eigenes, als „Dobler Weg“ zu titulierendes Modell entwickelt werden muss. Lerninhalte aus den Bereichen Biologie, Physik/Chemie, Geografie und Wirtschaftskunde, Geschichte, Religion, Musik, Bildnerische Erziehung, Technisches und Textiles Werken wurden den Vorgaben des Lehrplanes entsprechend adaptiert um sie im Sinne einer fächerübergreifenden Gesamtschau auf eine bestimmte Thematik („Epoche“) verknüpfbar zu machen. Aber auch in den Hauptgegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik wurden die Jahresplanungen, soweit dies möglich war, auf die Zielsetzungen der jeweiligen Epochen abgestimmt.

 

In einem nächsten Schritt kam es zur Überschreitung der herkömmlichen Gliederung der Stoffe in Fächer zugunsten einer ethischen, sozialen, fachlichen und religiösen Vernetzung der einzelnen Teilbereiche mit einer vorläufigen Festlegung auf den Umfang einer Epoche sowie deren Anzahl pro Schulstufe. Schließlich erhielten die Abschnitte ihren didaktischen Feinschliff einschließlich der Bereitstellung von Arbeitsmaterialien und Unterrichtshilfen aller beteiligten Fachbereiche. Nach der Bewältigung diverser bürokratischer Hürden wurde im Schuljahr 2007/2008 in zwei ersten Klassen mit dem Vernetzen Unterricht gestartet.

Das Konzept einer „Gesamtschau auf die Dinge“ erfährt seither enormen Zuspruch von Seiten der Schüler/innen und deren Eltern und gründet auf den Innovationsgeist und den Idealismus der beteiligten Lehrer/innenteams.

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