Zickzack und Ziehharmonika

Aktualisiert: Juli 1

SchülerInnen der 3. Klassen stellen im BE-Unterricht Agamographen her.


Ein Agamograph ist ein fächerförmiges, reliefähnliches Bild, das je nach Position des Betrachters unterschiedlich erscheint. Der Betrachter und die Betrachterin werden somit zum Mitschöpfern der Kunst. Der israelische Künstler Yaacov Agam gab dieser Kunstform ihren Namen.

Die Herstellung eines Zieharmonikabildes, wie es von Kindern gerne bezeichnet wird, ist denkbar einfach. Zwei unterschiedliche Motive oder ein Motiv in kontrastierender Farbwahl werden auf zwei Blättern dargestellt. Die Bilder werden sodann in Streifen geschnitten und gestaffelt auf ein neues Blatt geklebt, das anschließend den aufgeklebten Streifen entlang wie ein Akkordeon als Leporello gefaltet wird: fertig ist der Agamograph. Wird er aufgestellt und bewegen sich die BetrachterInnen von einer Seite auf die andere, erkennen sie die Veränderung. Gleiches passiert, wenn das Bild langsam von einer Seite zur anderen bewegt wird. Auf diese Weise lassen sich komplementäre Farbgebungen ebenso eindrucksvoll veranschaulichen wie Text-Bild-Gegenüberstellungen.


Sonja Schönbacher