Freies Arbeiten

„Selbsttätiges, Freies und Vernetztes Arbeiten“ stehen im Vordergrund dieser innovativen Pädagogik, die die Sozialkompetenz des Kindes fördert, indem die Sozialformen (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit) frei wählbar sind. Daraus resultiert ein Gewinn an Selbstvertrauen für das Kind, es lernt ohne Konkurrenzdenken in der Gruppe zu agieren, es lernt dem Schwächeren zu helfen und sich helfen zu lassen, es nimmt Rücksicht auf das Arbeitstempo des Partners/der Partnerin und erkennt wertungsfrei eigene Stärken und Schwächen. Durch das Entwickeln geeigneter Lehr- und Lernformen erwirbt das Kind eine Methodenkompetenz, die es befähigt, sich selbständig Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen. Differenzierte Maßnahmen seitens des Planungsteams (das sind die Lehrer/innen der Gegenstände Deutsch, Englisch und Mathematik) sorgen dafür, dass der Individualität der Kinder hinsichtlich ihres Lerntempos, ihrer Lernbereitschaft, ihrer Interessen, ihres Willens zur Zusammenarbeit, ihres Entwicklungsstandes sowie ihres Leistungsvermögens Rechnung getragen wird.

 

Die Vorgabe eines zeitlichen Rahmens fördert die Organisationskompetenz. Das Kind lernt, Arbeiten zu koordinieren und Aufträge einzelner Fachgebiete aufeinander abzustimmen. Das differenzierte und auf die spezifischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Lernniveaus abgestimmte Unterrichtsmaterial sowie die sorgsam vorbereitete Lernumgebung sind die Grundlage der Arbeit in der Klasse. Im heterogenen Klassenverband kann auf diese Weise die Lehrperson auch dem Individuum gerecht werden. Inhalte müssen nicht kollektiv in gleicher Weise und im gleichen Tempo vermittelt und erarbeitet werden. Das wöchentliche Ausmaß an Freiarbeit beträgt in den ersten und zweiten Klassen fünf Stunden, jenes der dritten und vierten Klassen sechs Stunden, da der Fachgegenstand Geometrisches Zeichen mit einer Stunde integriert ist. Doppelstunden-Blöcke gewährleisten vertiefendes Arbeiten. Je zwei Wochenstunden Mathematik und Deutsch und eine Wochenstunde Englisch werden für die Freiarbeit verwendet. Pro Gegenstand erhält das Kind einen Arbeitsplan mit einer Fülle von Aufgabenstellungen, die in einem vorgegebenen, bewältigbaren Zeitrahmen zu erledigen sind. Die Gewichtung der Lerninhalte obliegt der Eigenkompetenz der Schüler/innen, wesentlich ist nur darauf zu achten, dass bis zum jeweiligen Abgabetermin (der von Gegenstand zu Gegenstand unterschiedlich ist) die Aufgaben eines Plans erfüllt sind.

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